Statistik über beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Unterscheidung zwischen „Regel- und Nachlassinsolvenzverfahren“ (Meldung RB) und „Verbraucherinsolvenzverfahren und sonstige Kleinverfahren“ (Meldung VB)

– Welche Meldung (Meldung VB oder RB) muss für welche Verfahrensart abgegeben werden? Kann die Unterscheidung nach dem Aktenzeichen erfolgen?

Antwort: Ja, die Unterscheidung kann nach dem Aktenzeichen erfolgen. Für Verfahren mit IN- oder IE- Aktenzeichen müssen Angaben zu Meldung RB abgegeben werden, für Verfahren mit IK-Aktenzeichen sind Angaben zu Meldung VB zu übermitteln.

Art der Beendigung eines eröffneten Insolvenzverfahrens

– Was ist bei der Art der Beendigung eines eröffneten Insolvenzverfahrens anzugeben, wenn das Verfahren ohne Verteilung aufgehoben wird.

Antwort: Sollte in diesem Fall keine andere Antwortkategorie zutreffen, ist die Antwort »Aufhebung nach Schlussverteilung« anzukreuzen. Bei der Höhe des zur Verteilung an die Insolvenzgläubiger verfügbaren Betrags sind in diesem Fall 0 Euro anzugeben.

Summe der befriedigten Absonderungsrechte

– Ist es richtig, dass bei der »Summe der befriedigten Absonderungsrechte« auch Absonderungen enthalten sein sollen, die die Gläubiger getätigt haben.

Antwort: Ja, bei der »Summe der befriedigten Absonderungsrechte« sollen auch Absonderungen angegeben werden, die die Gläubiger getätigt haben.

– Sollen für Verfahren, die nach der in § 6 Absatz 2 InsStatG festgelegten Übergangsregelung zu melden sind, bei den befriedigten Absonderungsrechten auch Beträge gemeldet werden, die nach Beendigung des Verfahrens befriedigt wurden?

Antwort: Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse für Verfahren, die nach der Übergangsregelung bzw. regulär ab 2014 zu melden sind, zu gewährleisten, sollten bei den befriedigten Absonderungsrechten grundsätzlich nur Beträge berücksichtigt werden, die bis zur Beendigung des Verfahrens befriedigt wurden.

Summe der quotenberechtigten Insolvenzforderungen

– Sollen die vom Verwalter bestrittenen und zurückgenommenen Forderungen bei der »Summe der quotenberechtigten Insolvenzforderungen« angegeben werden?

Antwort: Die bestrittenen Forderungen, d.h. die Forderungen, die der Insolvenzverwalter, Treuhänder oder Sachwalter nicht anerkennt, sollten unter der "Summe der quotenberechtigten Insolvenzforderungen" nicht angegeben werden. Die zurückgenommenen Forderungen (z.B. Forderungen, die der Gläubiger irrtümlicherweise angezeigt hat) sind unter der "Summe der quotenberechtigten Insolvenzforderungen" ebenfalls nicht zu berücksichtigen.

Zur Verteilung an Insolvenzgläubiger verfügbarer Betrag

– Wo liegt der Unterschied zwischen dem zur Verteilung an die Insolvenzgläubiger verfügbaren Betrag und der Kennzahl »Höhe der gesamten Abschlagszahlungen«? Ist bei Letzterem die Schlussverteilung nicht zu berücksichtigen? Werden Verteilungen nach dem Schlusstermin bei beiden Kennzahlen nicht berücksichtigt?

Antwort: Bei der "Höhe der gesamten Abschlagszahlungen" ist die Schlussverteilung nicht zu berücksichtigen. Anders verhält es sich bei dem "Zur Verteilung an Insolvenzgläubiger verfügbaren Betrag". Hier ist die Schlussverteilung einzubeziehen. Verteilungen nach dem Schlusstermin sollen weder bei dem zur Verteilung an die Insolvenzgläubiger verfügbaren Betrag noch bei den Abschlagszahlungen berücksichtigt werden.

Höhe der gesamten Abschlagszahlungen und Anzahl der Abschlagszahlungen

– Sind bei der »Höhe der gesamten Abschlagszahlungen« und bei der »Anzahl der Abschlagszahlungen« die Abschlagszahlungen auf nachrangige Forderungen zu berücksichtigen?

Antwort: Nachrangige Forderungen (z.B. Kosten der Verfahrensteilnahme) sind weder bei der »Höhe der gesamten Abschlagszahlungen« noch bei der »Anzahl der Abschlagszahlungen« zu berücksichtigen.